Warum es gut für dich ist, wenn alles schief läuft

Warum es gut für dich ist, wenn alles schief läuft

VOGELDRECK!

Am frühen Morgen auf meinem Auto.

Und das, nachdem ich ihm am Vortag blitzeblank gewaschen habe.

 

„Naja“ dachte ich mir.

„So ein Pech kann man schon mal haben“

 

Auf der Arbeit werde ich überhäuft von Erwartungen meines Vorgesetzten.

Ich weiß gar nicht, was ich als erstes anpacken soll.

Das Gefühl von Überforderung macht sich in mir breit.

Frustration.

7 Minuten nach Arbeitsbeginn.

„Das wird heute ein langer Arbeitstag“

 

Irgendwann ist jedoch trotzdem Feierabend.

Glücklich weil ich nach Hause gehen kann, spiele ich mit meinem Schlüsselbund.

Ich lasse ihn am Schlüsselring an meinem Finger kreiseln …  leider etwas zu schnell.

Er fliegt mir förmlich vom Finger weg und landet – wie der Zufall es so will – direkt in den Gulli.

 

„Ja okay, das war’s. Heute muss wohl mein Pechtag sein“

Doch das Schicksal lachte.

Denn es war der Anfang einer ganzen PECHSPIRALE.

 

Oh ja, wir kennen alle diese Zeiten, bei dem alles schiefzugehen scheint.

Jetzt zu dem Zeitpunkt an dem ich diesen Artikel schreibe, habe ich so eine Zeit (Gott sei Dank) hinter mir.

Und ich kenne solche Zeiten ganz gut, denn sie tauchen immer mal wieder in meinem Leben auf.

 

Doch diesmal habe ich mich währenddessen beobachtet. Wie eine dritte Person.

Mich selber gefragt, welches Mindset mich am besten aus meiner Pechsträhne herausholt.

Mich bei Leuten meines Vertrauens ausgetauscht.

Und mir generell Gedanken über so eine „Alles-läuft-gegen-dich“-Phase gemacht.

Meine Gedanken, mein Mindset und Techniken, um schnell wieder da rauszukommen, werde ich mit diesem Artikel mit dir teilen.

 

Glücklicherweise war der Gullideckel nicht verschraubt sodass ich ihn hochheben konnte. Trotzdem eklig mit voller Armlänge, deinen Schlüssel zwischen dem Laub des letzten Herbstes und einer Handvoll Kippenstummel herauszufischen 🙂

 

 

Welche Dinge laufen denn WIRKLICH für dich schief?

Ich weiß, es kann manchmal schon sehr hart sein. Alles scheint gegen dich zu spielen.

Egal was du anpackst, es geht schief. Und sei es noch die kleinste Kleinigkeit.

Sogar bei den alltäglichen Dingen unterlaufen dir ungeschickte Patzer.

alles läuft schief

 

Aber mal Hand aufs Herz. Laufen denn wirklich alle Dinge die du anfasst schief?

Oder ist es vielmehr so, dass es dir nur vermehrt auffällt, weil du dich darauf fokussierst?

 

Tatsächlich ist es so, dass uns Dinge auffallen, wenn wir uns darauf fokussieren oder von anderen darauf aufmerksam gemacht wurden.

 

In der Psychologie ist dieses Phänomen bekannt. Man nennt diesen Filter das retikuläres Aktivierungs-System (Kurz: RAS)

 

Das RAS – der Filter deiner Realität

Hast du dich schon mal verletzt und es tat erst weh, wenn du es bemerkt hast?

Oder fällt es dir auf, wenn in einer Menschenmenge bei der du kein Wort verstehst, plötzlich jemand deinen Namen ruft?

Gut. Dann weißt du wovon ich spreche 🙂

 

Genau diesen Effekt nutzt du leider auch in einer Pechphase unterbewusst.

Dir passiert das erste Missgeschick – du sagst dir „so ein Pechtag“.

Jetzt wird dir das nächste Ding, das deiner Meinung nach „Pech“ bedeutet, sofort auffallen. Und dann das nächste … und nächste … usw. usw. 🙂

Und schon bist du vom Pech verfolgt. Oder besser gesagt: DU suchst und findest ES

 

Das zu wissen ist schon mal sehr wichtig.

Trotzdem ist es schwierig, deine Wahrnehmung von einem Moment auf den anderen zu wechseln.

Wenn dir das nicht gelingt ist es auch nicht so tragisch. Denn mit diesem Wissen ist deine Pechsträhne schon mal deutlich verkürzt.

Zusätzlich kannst du in dieser Zeit ein paar Dinge über das Leben lernen 🙂

 

Zwei Dinge die positiv sind, während alles gegen dich läuft.

 

1. Du schreibst deine eigene Geschichte

Hast du schon mal ein Interview eines Unternehmers gehört oder mal eine Biografie gelesen? Es gibt kein „alles läuft von Anfang an perfekt“- Leben.

Jeder bekommt seinen Trouble im Leben von einer größeren Macht zugeschickt.

Und das ist auch gut so! Denn mal ehrlich, ohne Herausforderungen und Probleme wäre das Leben doch total monoton und langweilig.

DU wärst im Endeffekt monoton und langweilig!

Doch das bist du nicht. Du bist einzigartig. Das Leben, dass du führst, wird kein zweites Mal geführt. Du bist ein Unikat mit einzigartigen Fähigkeiten und Talenten.

Du hast was zu erzählen, wenn du dich mit deinen Kollegen zum chillen triffst.

Und glaub mir, dein Leben schickt dir genau die Herausforderungen, die du brauchst, um den nächsten Wachstumsschritt zu machen.

Das bringt uns direkt zum nächsten Punkt.

 

2. Du wirst gestärkt und aus dem Loch kommst du sowieso wieder raus

Alles spielt gegen dich und geht dir auf die Nerven. Aber du gibst nicht auf. Wie denn auch? Willst du aus dem Karussell des Lebens aussteigen und sagen „Ich mache später weiter“?

Nein das geht nicht.  Du machst weiter und lässt dich nicht unterkriegen.

Irgendwann ist deine Pechsträhne auch vorbei und am Ende gibt es sogar eine Belohnung dafür.

„Wie Tomek? Eine Belohnung fürs durchhalten?“

Ja klar!

Diese Belohnung nennt sich „Erfahrung“

Das nächste Mal, wenn dir das Leben ein schlechtes Blatt Karten gibt, weißt du, wie du damit umzugehen hast.

 

Du wirst nur aus Misserfolgen schlauer.

 

Es ist ganz logisch.

Wenn dir irgendetwas im Leben das zweite Mal passiert, dann wirst du wahrscheinlich nicht zu 100% gleich handeln wie beim ersten Mal.

Da du diese Situation schon erlebt hast, weißt du wie du schneller und besser zu einem positiveren Ergebnis kommst.

Freue dich also das du diese Erfahrungen machen darfst!

 

Vier Gedanken, die mir halfen, trotzdem motiviert zu bleiben

 

1. Die Pechsträhne geht definitiv vorbei

Ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Leben wie eine Sinuskurve verläuft?

 

 

Es gibt Höhen und Tiefen und das ist ganz normal. Bei jedem Menschen.

Lass dich auch nicht von der Fakewelt in den sozialen Netzwerken blenden.

Kein Mensch ist dauerhaft 24/7 glücklich. Das Gehirn ist gar nicht dazu fähig, konstant Dopamin auszuschütten.

 

Wenn grade alles gegen dich ist, dann bedeutet das nur, das du dich in einem Tal befindest.

Es kann morgen schon ganz anders werden 🙂

 

2. Es ist keine Schande, sich mal zurückzuziehen

Mach dein Handy aus, gehe in der Natur spazieren oder mach einen Netflix Marathon.

Kaufe dir ein Snickers, gönne dir neue Schuhe oder mach einen Klingelstreich beim Nachbar, haha 😀

 

Es ist nix verwerfliches dabei mal abzuschalten und mal das zu machen, worauf du Bock hast.

Du musst dich nicht durchquälen und „Extra-Gas“ geben nur, weil es jetzt im Moment nicht läuft. Hör auf dir von anderen Leuten einreden zu wollen, die dein Innenleben nicht verstehen.

 

Mach das, was keinen Nutzen hat aber sich gut für dich anfühlt.

 

Somit lädst du deine Motivationsbatterie wieder auf und kannst durchstarten, wenn dein Leben wieder die Sinuskurve aufschwingt.

 

3. Fange klein an

Jeder Mensch braucht Erfolgserlebnisse. Auch du, in deiner Pechsträhne.

Fange deshalb mit Dingen an, die sowieso getan werden müssen aber nicht sonderlich schiefgehen können.

Mein ultimativer Tipp: Mache den Haushalt. Gründlich. Von oben bis unten.

Das hat zwei Vorteile:

Erstens sieht es wieder top in deinem eigenen Zuhause aus. Das wirkt sich auch positiv auf dein Wohlbefinden aus und macht dir damit ein gutes Gefühl.

Zweitens fühlst du dich produktiv. Das Gefühl von Produktivität macht einen ebenfalls glücklich.

 

Mit einem Glücksgefühl und einer sauberen Bude verkürzt du die Länge deiner Pechsträhne oder du wirst sie gar mit Humor nehmen können 🙂

 

4. Vertraue dich einer für dich wichtigen Person an

Ich gebe es zu.

Ich selber bin nicht grade der, der jedem Menschen sein Herz ausschütten kann. Auch spreche ich selten über die Dinge, die mich wirklich bewegen. Und dass, obwohl ich meinem Gegenüber schon jahrelang kenne.

Trotzdem habe ich einer Handvoll Menschen gefunden, mit denen ich meine Sorgen teilen kann.

Manchmal können mir meine Freunde nicht direkt helfen. Aber weil sie mir zuhören, fühlt es sich so an als ob eine Last von den Schultern fällt.

Ich kann mich aussprechen.

Ich bekomme Verständnis oder auch nicht.

Das spielt keine Rolle. Das Ergebnis ist das gleiche:

Man fühlt sich danach erleichtert!

Es stärkt auch die Beziehung zueinander. Dein Gegenüber merkt, dass du ihm deine intimsten Gedanken teilst. Das wird er an dir schätzen 🙂

 

Du brauchst dich nicht für deine Pechsträhne schämen. Jeder kennt so eine Phase und wird Verständnis für dich haben!

Lukas

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